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Detmold, Germany

Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) in Detmold – präzise Wasserdurchlässigkeitswerte

Detmold ist bodenmechanisch kein Einheitsbrei. Im Norden rund um Jerxen-Orbke prägen sandig-lehmige Deckschichten über Klutftgrundwasserleiter des Muschelkalks die Baugrundverhältnisse, während im Süden, etwa in Richtung Heiligenkirchen, die Ton- und Mergelsteine des Keupers anstehen und die Wasserwegigkeit auf feine Klüfte beschränken. Wer hier die Versickerungsfähigkeit oder den Wasserandrang für eine Baugrube abschätzen will, kommt mit Laborwerten an Sieblinienproben nicht weit – die Heterogenität des Untergrunds verlangt den direkten Felddurchlässigkeitsversuch. Seit Jahren begleitet unser geotechnisches Team aus der Region Bauvorhaben in Detmold mit Lefranc- und Lugeon-Tests, um belastbare kf-Werte für die wasserrechtliche Bemessung und die Abdichtungsplanung zu liefern. Ergänzend lassen sich die Ergebnisse mit einer Korngrößenanalyse aus benachbarten Bohrungen kalibrieren, wenn die Schichtansprache uneinheitlich ausfällt.

Ein einziger Felddurchlässigkeitsversuch im richtigen Horizont erspart oft monatelange Diskussionen mit der Wasserbehörde und verhindert teure Umplanungen.

Technische Details zur Leistung in Detmold

In Detmold beobachten wir immer wieder, dass selbst benachbarte Grundstücke innerhalb weniger hundert Meter völlig unterschiedliche Durchlässigkeitsbeiwerte aufweisen können – die kleintektonische Zerlegung des Mittleren Keupers führt zu stark variierenden Trennflächenabständen. Der Lefranc-Versuch in verrohrten Sondierbohrungen eignet sich für Lockergesteinsabschnitte und verwitterte Festgesteinshorizonte mit offener Bohrlochsohle, während der Lugeon-Test mit Packer gezielt einzelne Klüfte im Fels ansteuert und den Wasserabgang unter definiertem Überdruck misst. Beide Verfahren werden nach DIN EN ISO 22282 ausgeführt, wobei die Vorflutung für gleichmäßige Sättigungsverhältnisse sorgt. Die Auswertung erfolgt stationär oder instationär je nach Zuflussverhalten, dokumentiert im Prüfbericht des akkreditierten Labors. Bauherren und Planer in Detmold erhalten damit Eingangsparameter für den CPT-Versuch zur Schichtabgrenzung oder für die Dimensionierung von Dränagen und Wasserhaltungen.
Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) in Detmold – präzise Wasserdurchlässigkeitswerte
Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) in Detmold – präzise Wasserdurchlässigkeitswerte
ParameterTypischer Wert
VersuchsverfahrenLefranc (Lockergestein/Felszersatz), Lugeon (Festgestein)
Normative GrundlageDIN EN ISO 22282 Teil 2 und 3
Bohrdurchmesser Lefranc100–200 mm, offene Bohrlochsohle
Packersystem LugeonEin- oder Doppelpacker, pneumatisch/hydraulisch
Druckstufen LugeonStandard 5 Stufen à 10 min, ansteigend/abfallend
Stationäre AuswertungDurchfluss Q [m³/s] über Druckhöhe h [m]
Instationäre MethodeWeiterleitungsparameter über Absenk-/Anstiegsganglinie
Berichtsumfangkf-Wert [m/s], Lugeon-Wert [l/min·m·bar], Versuchsprotokoll

Kritische Bodenfaktoren in Detmold

Detmold liegt am Nordostrand des Lippischen Berglands, wo die Werre und ihre Nebenbäche tief in die Keuper- und Muschelkalkschichten eingeschnitten haben. Die quartäre Talfüllung erreicht in den Auenlagen Mächtigkeiten von über 5 Metern und führt oft einen oberflächennahen Grundwasserleiter, der bei Starkregen schnell ansteigt. Wird der Felddurchlässigkeitsversuch nur in einer Tiefenstufe durchgeführt, übersieht man leicht die vertikale Anisotropie: Horizontale Kluftscharen leiten das Wasser in den Festgesteinen des Oberen Muschelkalks um Faktoren schneller als die tonig-mergeligen Zwischenlagen. Ein unzureichend erkundeter kf-Wert führt dann zu überdimensionierten oder unterdimensionierten Versickerungsanlagen, was in Detmold bei der wasserrechtlichen Genehmigung nach DWA-A 138 regelmäßig zu Nachforderungen führt. Auch Baugruben im Grundwasser profitieren von validen Lugeon-Daten, weil sich Restwasserzutritte über Küfte deutlich präziser für die Wasserhaltungsplanung abschätzen lassen.

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Anwendbare Normen: DIN EN ISO 22282-2:2012 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Geohydraulische Versuche – Teil 2: Wasserdurchlässigkeitsversuche in einem Bohrloch unter Einsatz offener Systeme (Lefranc), DIN EN ISO 22282-3:2012 – Teil 3: Wasserdurchlässigkeitsversuche in einem Bohrloch unter Einsatz geschlossener Systeme (Lugeon), DIN EN ISO 22475-1:2021 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Probenentnahmeverfahren und Grundwassermessungen, DWA-A 138 – Planung, Bau und Betrieb von Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser

Unsere Leistungen

Unser geotechnisches Labor in der Region Detmold führt Felddurchlässigkeitsversuche für unterschiedlichste Fragestellungen durch – von der Versickerungsplanung über Baugrubenwasserhaltungen bis zur Abdichtungsbemessung nach WHG.

Lefranc-Versuch in Sondierbohrungen

Ermittlung des kf-Werts in Lockergesteinshorizonten und verwitterten Felszonen mit offener Bohrlochsohle nach DIN EN ISO 22282-2.

Lugeon-Packertest in Festgestein

Kluftdurchlässigkeitsmessung mit Einfach- oder Doppelpacker in Bohrkernen des Muschelkalks und Keupers nach DIN EN ISO 22282-3.

Kombinierte Versuchsprogramme

Abgestufte Durchlässigkeitsprofile über mehrere Tiefenhorizonte bei heterogenem Baugrund mit Wechsellagerungen.

Wasserrechtliche Nachweisführung

Aufbereitung der Versuchsdaten für Versickerungsgutachten nach DWA-A 138 und Grundwassermonitoring in Detmold.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet ein Felddurchlässigkeitsversuch in Detmold?

Für einen Felddurchlässigkeitsversuch in Detmold bewegt sich der Kostenrahmen je nach Bohrtiefe und Verfahren zwischen etwa 490 Euro für einen einfachen Lefranc-Test in geringer Tiefe und rund 1040 Euro für einen Lugeon-Packertest mit mehreren Druckstufen. Der genaue Preis hängt von der Anzahl der Testhorizonte und dem erforderlichen Bohrgerät ab.

Wann ist ein Lugeon-Test dem Lefranc-Versuch vorzuziehen?

Der Lugeon-Test kommt zum Einsatz, wenn das Gebirge klüftig und wenig durchlässig ist, wie es in Detmold bei den Ton- und Mergelsteinen des Keupers typisch ist. Mit dem Packer wird ein definierter Bohrlochabschnitt abgedichtet, sodass die Wasseraufnahme ausschließlich über Trennflächen gemessen wird. Der Lefranc-Versuch eignet sich besser für Lockergesteine oder stark entfestigte Zonen mit offener Bohrlochsohle.

Welche Normen gelten für den Felddurchlässigkeitsversuch in Deutschland?

Die maßgeblichen Normen sind die DIN EN ISO 22282 Teile 2 (Lefranc) und 3 (Lugeon) aus dem Jahr 2012. Sie definieren die Versuchsdurchführung, die erforderlichen Druckstufen und die Auswertemethodik. Zusätzlich ist für Versickerungsanlagen das Arbeitsblatt DWA-A 138 einschlägig.

Wie viele Testhorizonte sind bei heterogenem Baugrund sinnvoll?

Bei Wechsellagerungen, wie sie in Detmold zwischen quartären Talfüllungen, Keuper-Verwitterungshorizonten und klüftigem Muschelkalk auftreten, empfehlen wir mindestens drei Testhorizonte pro Bohrung. Nur so lässt sich die vertikale Durchlässigkeitsverteilung zuverlässig abbilden und eine realistische Grundwasserströmung simulieren.

Abdeckung in Detmold