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Detmold, Germany

Bemessung flexibler Fahrbahnen in Detmold: Geotechnische Grundlagen für langlebige Asphaltbefestigungen

Die quartären Lockergesteine im Detmolder Talkessel, geprägt von Geschiebelehmen der Saale-Kaltzeit und sandigen Niederterrassen der Werre, stellen besondere Anforderungen an die Bemessung flexibler Fahrbahnen. Bereits bei geringen Schwankungen des Grundwasserspiegels, der in Flussnähe oft nur zwei Meter unter Gelände liegt, kann die Steifigkeit des Unterbaus erheblich variieren. Das Labor untersucht Bohrkerne und Sondierproben, bevor es die Dicke der Asphaltschichten und die notwendige Qualität der Frostschutzschicht festlegt. Dabei wird das tatsächliche Verformungsverhalten auf dem örtlich anstehenden Ton- und Schluffkomplex rechnerisch simuliert, um Spurrinnen und Rissbildungen langfristig auszuschließen. Nur eine fundierte geotechnische Beurteilung verhindert, dass eine flexible Fahrbahn in Detmold nach wenigen Wintern instandsetzungsbedürftig wird.

Die Mehrschichttheorie nach Burmister liefert das theoretische Gerüst, um die Spannungsverteilung unter einem rollenden Rad in Detmold millimetergenau abzubilden.

Technische Details zur Leistung in Detmold

Die Bestimmung des Verformungsmoduls Ev2 auf der planmäßigen Schottertragschicht erfolgt direkt auf der Baustelle in Detmold mit einem Lastplattendruckgerät nach DIN 18134. Ein hydraulisch abgestützter Messwagen presst eine kreisrunde Stahlplatte mit 300 mm Durchmesser stufenweise in das verdichtete Mineralgemisch, während drei elektronische Wegaufnehmer die Setzungen auf ein Hundertstel Millimeter genau registrieren. Parallel dazu entnimmt der Bohrtechniker gestörte Proben aus dem anstehenden Untergrund, um im Labor den CBR-Wert nach DIN EN 13286-47 zu ermitteln – eine Kenngröße, die den Widerstand des Detmolder Bodens gegen eindringende Belastung quantifiziert. In Kombination mit einer Korngrößenanalyse der Frostschutzmaterialien lässt sich die Filterstabilität zwischen den einzelnen Schichten rechnerisch nachweisen, sodass keine Feinteilausspülung die Tragfähigkeit des Oberbaus gefährdet.
Bemessung flexibler Fahrbahnen in Detmold: Geotechnische Grundlagen für langlebige Asphaltbefestigungen
Bemessung flexibler Fahrbahnen in Detmold: Geotechnische Grundlagen für langlebige Asphaltbefestigungen
ParameterTypischer Wert
Verformungsmodul Ev2 auf OK Planum≥ 45 MN/m² (bei feinkörnigen Böden)
Verformungsmodul Ev2 auf OK Frostschutzschicht≥ 120 MN/m² (Belastungsklasse Bk10)
Verformungsmodul Ev2 auf OK Schottertragschicht≥ 150 MN/m² (RStO Tafel 1)
Verdichtungsgrad DPr der Tragschicht≥ 103 % (einfache Proctordichte)
CBR-Wert Untergrund (ungesättigt)≥ 5 % bei frostempfindlichen Böden (F3)
Mindestdicke Asphaltdeckschicht4 cm (AC 11 D S, Bk10 bis Bk100)
Kalibrierintervall Lastplattejährlich nach DIN 18134, rückführbar auf DAkkS

Kritische Bodenfaktoren in Detmold

Die Umwandlung ehemaliger Militärliegenschaften und die Erschließung neuer Gewerbeflächen entlang der B239 haben in Detmold zu einer heterogenen Untergrundsituation geführt, die ohne detaillierte Baugrunderkundung ein erhebliches Risiko für flexible Fahrbahnen birgt. Insbesondere alte Auffüllungen mit wechselnden Anteilen an Ziegelbruch, Schlacke und bindigem Boden erzeugen Setzungsdifferenzen im Unterbau, die sich als Querrisse in der Asphaltbinderschicht fortsetzen. In Hanglagen am Teutoburger Wald kann zudem Schichtenwasser austreten und die Tragfähigkeit der Frostschutzschicht lokal aufweichen, sodass selbst eine rechnerisch korrekt bemessene Fahrbahn vorzeitig ausfällt. Der Ingenieur gleicht diese Unwägbarkeiten durch eine Kombination aus Plattendruckversuchen auf dem Planum und einem rechnerischen Nachweis der Resttragfähigkeit ab, wobei er die spezifischen Grundwasserstände des Planungsgebiets in Detmold berücksichtigt.

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Anwendbare Normen: DIN 18134:2012-04 – Baugrund, Versuche und Versuchsgeräte; Plattendruckversuch, RStO 12 (Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen), Ausgabe 2012, DIN EN 13286-47:2012-11 – Ungebundene und hydraulisch gebundene Gemische – Prüfverfahren zur Bestimmung des CBR-Wertes, ZTV E-StB 17 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau

Unsere Leistungen

Die Bemessung flexibler Fahrbahnen in Detmold erstreckt sich von der ersten orientierenden Baugrundbeurteilung bis zur Abnahmeprüfung der fertigen Asphaltschicht. Zwei technische Schwerpunkte decken den gesamten Planungs- und Ausführungsprozess ab:

Geotechnische Voruntersuchung und Dimensionierung

Baugrunderkundung durch Rammsondierungen und Kernbohrungen zur Bestimmung von Schichtenverzeichnis, Konsistenz und Lagerungsdichte. Laborative Einstufung der Frostempfindlichkeitsklasse nach ZTV E-StB und Festlegung der erforderlichen Mindestdicke des frostsicheren Oberbaus. Rechnerische Ermittlung der Belastungsklasse nach RStO unter Berücksichtigung des Schwerverkehrsanteils auf Detmolder Hauptverkehrsstraßen.

Eigenüberwachung und Kontrollprüfungen

Verdichtungskontrolle auf der Frostschutz- und Schottertragschicht mittels dynamischem Fallplattengerät und statischem Lastplattendruckversuch. Entnahme von Bohrkernen aus der fertigen Asphaltschicht zur Überprüfung von Hohlraumgehalt und Schichtenverbund. Dokumentation aller Prüfergebnisse in einem digitalen Bautagebuch, das dem Bauherrn in Detmold eine lückenlose Qualitätssicherung ermöglicht.

Häufig gestellte Fragen

Welche Kosten entstehen für die Bemessung einer flexiblen Fahrbahn in Detmold inklusive Baugrunduntersuchung?

Der Referenzbereich für diese Leistung in Detmold liegt bei €1.550 - €4.640. Der Endpreis hängt vom Projektumfang ab.

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