Die Casagrande-Schale, ein Gerät aus Messing mit einer genormten Härte, steht auf dem Labortisch, während die erste Bodenprobe aus einer Detmolder Baugrube vorbereitet wird. Der Motor summt leise, die Schale hebt und senkt sich im Sekundentakt, und nach exakt 25 Schlägen wird der Wassergehalt an der Schließfuge der Rille gemessen. Genau so läuft die Fließgrenzenbestimmung nach DIN 18122 ab – ein Verfahren, das in den Hängen des Teutoburger Waldes über die Eignung des Aushubs für Wiederverfüllung oder Deponierung entscheidet. Bei bindigen Böden, wie sie in Detmold und Umgebung häufig anstehen, reicht eine reine Kornanalyse nicht aus; erst die Atterberg-Grenzen zeigen, wie sich der Ton bei Wasseraufnahme verhält und ob er als Baugrund tragfähig bleibt. Das Labor in Detmold führt die Versuchsreihe mit mehreren Einwaagen durch, um die Übergänge zwischen fester, plastischer und flüssiger Konsistenz präzise zu erfassen – eine Grundlage, die bei jedem Erdbauwerk in der Region gefordert wird.
Die Plastizitätszahl Ip trennt in Detmold den tragfähigen Geschiebemergel vom problematischen Verwitterungston – ein Wert, der über Wiederverwendung oder Austausch entscheidet.
Technische Details zur Leistung in Detmold

Kritische Bodenfaktoren in Detmold
Ein typischer Fehler in Detmold ist die Annahme, ein steifer Mergel im Sommer bleibe auch im Winter standsicher. Gerade im östlichen Stadtgebiet, etwa in Richtung Hiddesen, stehen Tonmergel an, die bei Regenwetter innerhalb weniger Tage aufweichen und in eine breiige Konsistenz übergehen. Wird die Plastizitätszahl nicht vorab bestimmt, plant man Böschungswinkel von 60° oder mehr – und erlebt im November den ersten Rutsch. Die Konsistenzzahl Ic, die sich aus der natürlichen Wassergehaltsprobe und den Atterberg-Grenzen berechnet, zeigt dem Ingenieur exakt, ob der Boden vor Ort halbfest, steif oder weich ist. Ein Ic unter 0,75 bedeutet: kritischer Zustand, Verdichtung problematisch, Tragfähigkeit reduziert. In der Detmolder Baupraxis wird der Versuch deshalb vor jeder Gründung auf bindigem Untergrund gefordert, auch bei kleineren Bauvorhaben. Ohne diese Kennwerte ist jede Standsicherheitsberechnung nach EC 7 nur eine grobe Schätzung. Die DIN 1054 verlangt bei feinkörnigen Böden zwingend die Bestimmung der Konsistenzgrenzen – ein Versäumnis kann zum Baustopp führen.
Unsere Leistungen
Die laborseitige Bestimmung der Atterberg-Grenzen in Detmold umfasst zwei zentrale Versuchsdurchführungen, die je nach Fragestellung und Homogenität des Materials variieren:
Fließgrenzenbestimmung nach Casagrande
Aufbereitung der Feinkornfraktion und Ermittlung des Wassergehalts an der Schließfuge nach 25 Schlägen. Geeignet für Tone und tonige Schluffe aus Detmolder Baugruben, inklusive Mehrfachbestimmung zur statistischen Absicherung des wL-Wertes.
Ausrollgrenze und Plastizitätsdiagramm
Manuelles Ausrollen von Bodenröllchen auf einer saugfähigen Unterlage bis zur Rissbildung bei 3 mm Durchmesser. Anschließend Einordnung der Wertepaare in das Plastizitätsdiagramm nach Casagrande zur Bewertung der bodenmechanischen Eigenschaften.
Häufig gestellte Fragen
Was kosten Atterberg-Versuche in Detmold?
Für die kombinierte Bestimmung von Fließ- und Ausrollgrenze an einer Probe liegen die Kosten im Raum Detmold üblicherweise zwischen €60 und €80, abhängig von Probenanzahl und Aufbereitungsaufwand. Bei Serienversuchen mit mehr als fünf Proben sind günstigere Staffelpreise möglich.
Wann sind Atterberg-Grenzen vorgeschrieben?
Immer wenn feinkörnige Böden als Baugrund oder Baustoff dienen. Nach DIN 1054 muss bei Tonen, Schluffen und Mergeln die Konsistenz über die Plastizitätszahl bestimmt werden, bevor Erdbauwerke, Gründungen oder Dämme geplant werden.
Wie viel Probenmaterial wird benötigt?
Rund 200 Gramm der Feinkornfraktion unter 0,4 mm. Das entspricht etwa einem halben Probebeutel aus der gestörten Bodenprobe, die vor Ort in Detmold entnommen wird. Wichtig ist, dass die Probe luftdicht verpackt bleibt, damit der natürliche Wassergehalt nicht verfälscht wird.
Was sagt die Plastizitätszahl aus?
Die Plastizitätszahl Ip beschreibt die Spanne des Wassergehalts, in der sich der Boden plastisch verformen lässt. Ein hoher Ip-Wert bedeutet große Volumenänderung bei Wasseraufnahme – entscheidend für Setzungsprognosen in Detmolder Baugebieten auf Auenlehm.
Kann man die Versuche auch im Feld durchführen?
Der Feldversuch mit dem Handprüfgerät liefert nur Anhaltswerte. Für belastbare Kennwerte nach DIN 18122 ist die Laborbestimmung mit genormter Casagrande-Schale zwingend erforderlich, besonders bei Gutachten für das Baugrundrisiko in Detmold. Mehr Info.